Bearbeiten / Versionen / Hochladen Suchen:

Gruppe Rosenheim (1574)

Was macht die Rosenheimer Gruppe?

In den Sitzungen werden neben der konkreten Betreuung der jeweiligen Gefangenen Infostände, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, (Bücher-) Flohmärkte, ... geplant und vorbereitet. Das heißt im Klartext: Neben der Plantung gibt es viel Arbeit für Organisationstalente, für Leute mit Sinn für Büroarbeit, für Leute mit Kontakten, neuen Ideen, Anregungen, ...

Die Arbeit kostet natürlich auch Geld, zum Beispiel um der Familie des Gefangenen Pakete zu schicken. Geld wird auch für das Informationsmaterial benötigt, das wir verteilen und verschicken. Jede ai-Gruppe versucht, ihre Kosten durch eigene Finanzbeschaffungsaktionen selbst zu decken.

Hier ist Kreativität gefragt, um an die Mittel zu gelangen. Die Rosenheimer Gruppe hat z. B. fünfmal eine Kunstauktion sowie Bücherflohmärkte veranstaltet, zahlreiche Autoren- und Filmveranstaltungen organisiert. Das heißt viel Arbeit, aber auch viel Spaß. Ab und zu treffen sich die Mitglieder auch ganz privat.

Fälle

Im Laufe der über 20jährigen Aktivität der Rosenheimer Gruppe wurden schon eine ganze Reihe von politischen Gefangenen betreut.

Zum Beispiel in der ehemaligen UdSSR:

Maria, die einer religiösen Sekte angehörte und deshalb als 60-Jährige inhaftiert wurde. Maria, die wir mehr als acht Jahre betreuten, wurde 1985 aus der internen Verbannung freigelassen.

Oder in Marokko:

Said, der wegen seiner Gewerkschaftszugehörigkeit seit 1985 in einem Gefängnis in Casablanca einsaß und im Juni 1994 freigelassen wurde.

Oder in Myanmar (Burma):

Nyo Tun, der seit 1989 für seine Aktivitäten als Studentenführer inhaftiert ist, wird von der Rosenheimer Gruppe betreut.

Kampagnen

Sierra Leone - WAS DIAMANTEN WIRKLICH KOSTEN....

Diamanten gelten als der Inbegriff von Liebe, Glück und Reichtum. Für viele Menschen bedeuten sie allerdings Krieg, Armut und Elend. In afrikanischen Ländern wie Angola, der demokratischen Republik Kongo und Sierra Leone werden die aus illegalem Handel mit Diamanten erwirtschafteten Profite zur Anschaffung von Waffen verwendet und unterstützen somit gewaltsame Konflikte - mit der dramatischen Folge, dass zehntausende von Zivilisten umgebracht, vergewaltigt, verstümmelt oder verschleppt werden.

Kunden brauchen also Aufschluss über den Herkunftsort der Diamanten, die sie erwerben. Dies ist von allergrößter Wichtigkeit. Nur so kann der Käufer sicher sein, nicht zu Menschenrechtsverletzungen beizutragen. Die Diamanten müssen daher auf dem Weg von der Mine bis zum Versand und auf jeder Handels- und Verarbeitungsstufe in allen Ländern unter ständiger Beobachtung stehen.

amnesty international fordert:

  • die Etablierung eines effektiven internationalen Zertifizierungssystems, welches garantiert, dass nur noch legal in Umlauf gebrachte Diamanten gehandelt werden;
  • die unabhängige Kontrolle und Überwachung des Zertifizierungssystems;
  • einen notwendigen völkerrechtlich verbindlichen Status des Zertifizierungs- und Verifizierungssystem durch die UN-Vollversammlung und durch den UN-Sicherheitsrat sowie deren wirksame Umsetzung auf nationaler und auf EU-Ebene.
  • Verhandlungen zwischen Regierungen und der Diamantenindustrie finden zur Zeit im Rahmen des "Kimberley-Prozesses" statt. Ziel ist es, rechtzeitig zur UN-Generalversammlung im März 2002 ein entsprechendes Kontroll- und Zertifizierungssystem vorzustellen. Druck muss auf Regierungen ausgeübt werden, damit sie das System so schnell wie möglich einführen. Vor allem ist es notwendig, dass die Diamantenindustrie und die Diamantenhändler das System auf allen Ebenen unterstützen und bei seiner Implementierung helfen.

amnesty international und viele andere Organisationen rufen zum energischen und sofortigen Handeln auf, um den illegalen Diamantenhandel unter Kontrolle zu bringen. Dies muss sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene geschehen. Alle beteiligten Länder müssen ihren Beitrag dazu leisten.

Was Sie tun können

  • Suchen Sie die Unterstützung von Juwelieren, die Diamanten verkaufen.
  • Besuchen Sie ein Juweliergeschäft und fragen Sie nach, woher die dort angebotenen Diamanten stammen.
  • Erwähnen Sie, dass der illegale Handel mit Diamanten sehr häufig zu Menschenrechtsverletzungen führt, wie z.B. in Sierra Leone, Angola oder in der Demokratischen Republik Kongo.
  • Fragen Sie nach einem Herkunftszeugnis.
  • Bitten Sie den Juwelier darum, sich innerhalb des deutschen Diamantenhandels für die Einführung eines internationalen Zertifizierungssystems einzusetzen.

Links zum Thema: Der Kimberley-Prozess Flash-Film zum Thema Conflict Diamonds

Stop Folter - FÜR EINE WELT FREI VON FOLTER

Folter ist Realität - weltweit. Immer noch. In mehr als 70 Ländern dieser Erde wird sie angewandt, um Geständnisse zu erpressen, Menschen zu bestrafen, zu erniedrigen und einzuschüchtern. Folter hinterlässt Narben an Körper und Seele. Ein Leben lang. Damit Folter im endlich der Vergangenheit angehört, müssen noch viele Menschen viele Schritte tun.

Stop torture! Am 10.12.2001, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, sah der Berliner Reichstag "blau": 50.000 Fußabdrücke - symbolisch für ebenso viele Menschen in Deutschland, die sich bisher an der amnesty-Kampagne gegen die Folter beteiligt haben - pflasterten den Vorplatz vor dem Haupteingang und forderten die Abgeordneten des Bundestages auf, sich "Für eine Welt frei von Folter" einzusetzen. amnesty international ruft die Politiker und Bürger weltweit auf, Folter nicht weiter zu tolerieren.

Dies geschieht durch gezielte Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit, durch viele Gruppenaktionen ebenso wie durch Anzeigen und TV-Spots. Treten auch Sie ein für eine Welt frei von Folter. Machen Sie deutlich, dass Sie Folter und Misshandlung auf gar keinen Fall - und unter keinen Umständen - tolerieren.

Siehe auch die Webseite der deutschen Sektion, Kampagne gegen die Folter